Inklusion leben

Jeder Mensch ist willkommen und wird als Bereicherung empfunden, weil nicht mehr festgelegt wird, was normal ist und was nicht.

Leitgedanken
Dieses Projekt soll einen Beitrag leisten, um an einer Überbrückung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung und Menschen verschiedener Generationen mitzuarbeiten.

Glück empfinden zu können ist eine Fähigkeit,
die Menschen mit und ohne Behinderung verbindet.

Richard von Weizsäcker

Betriebsmodell
Die Bewohner mit Behinderungen sollen im denkmalgeschützten Glauer Hof die ihnen zustehenden staatlichen Förderungen selbst beantragen und ihre persönlichen Budgets weitestgehend eigenständig verwalten. Beim sogenannten Arbeitgebermodell überlassen sie diese Aufgaben also nicht einem anderen Menschen und fungieren stattdessen wie selbstständige Arbeitgeber, indem sie die Hilfeleistungen eigenständig in Anspruch nehmen und bezahlen, zum Beispiel an Fachkräfte wie ihre Betreuer oder Pflegekräfte. Das fördert zwar die Selbstbestimmung der Bewohner, stellt aber oft eine große Herausforderung dar. Da in diesem Modell die Verwaltung des Budgets und die gesamte Organisation der Unterstützung Aufgabe des Menschen mit Behinderung ist, benötigen viele Betroffene Unterstützung, zum Beispiel in Form von einer Budgetassistenz.

Zu den Aufgaben der gGmbH wird auch die Wohnungsverwaltung gehören. Im Haus soll es eine „gute Seele“ geben, die sich um die Belange der Bewohner vor Ort kümmert. Die gGmbH wird die Bewohner besonders in folgenden Bereichen unterstützen:

  • Bei Verhandlungen mit Behörden gemäß Bundesteilhabegesetz. Im Rahmen der Budgetassistenz werden die persönlichen Budgets der einzelnen Menschen mit Behinderungen anhand ihrer Bedürfnisse verhandelt.
  • Bei der Beschäftigungssuche in unmittelbarer Umgebung.
  • Bei der Gesundheitsvorsorge.
  • Durch Einsatzmanagement für die jeweiligen Betreuer. Es ist damit zu rechnen, dass einige Bewohner mehrere Betreuer haben, die terminlich aufeinander abzustimmen sind.