Aktueller Projektstand

Liebe Glauer Hof Freunde,
von außen ist fast nichts zu sehen, aber im Verborgenen ist in den letzten Wochen einiges passiert.

So wurden in zwei ehrenamtlichen Arbeitseinsätzen die im Dachraum stehenden unbenutzten Kamine abgebrochen und der angefallene Schutt entsorgt. Dafür sei allen Helfern herzlich gedankt.

Der beauftragte Holzgutachter hat seine Arbeit vor Ort beendet und die vorhandenen Schäden an der Dachkonstruktion und der Holzbalkendecke über dem 1. Obergeschoss dokumentiert. Ein erster Zwischenbericht liegt vor. Die vor Ort genommenen Holzproben werden derzeit im Labor untersucht. Sobald diese Ergebnisse vorliegen, wird das abschließende Gutachten fertiggestellt.

Die beauftragten Restauratorinnen haben die Farbuntersuchungen an der Fassade abgeschlossen. Aufgabe war es, die ursprüngliche Fassadenfarbe und die Farbe der Fenster herauszufinden und zu dokumentieren. Weiter wurden Putzproben des Fassadenputzes genommen. Sie werden in einem Baustofflabor in Bayreuth auf ihre Zuschlagstoffe und die Sieblinie hin analysiert. Der neue Außenputz muss später die gleiche Konsistenz aufweisen wie der vorhandene Putz, um dem Denkmalschutz gerecht zu werden. Schließlich bedeutet Denkmalschutz: das Vorhandene zu bewahren und falls erforderlich in gleicher Bauweise zu reparieren.

Beide Gutachten – Holz- und Farbgutachten – müssen zwingend der Unteren Denkmalschutzbehörde vorgelegt werden.

Zur Festlegung der zulässigen Baugrundpressung unter den Fundamenten wurden Bodenproben entnommen. Diese Proben werden ausgewertet. Anschließend wird ein Gutachten mit der zulässigen Bodenpressung aufgestellt. Diese Angaben braucht später der Statiker für seine Berechnungen.

Sieben Fördermitglieder unterstützen aktuell durch regelmäßige Spenden das Projekt. Ihnen sein von Herzen für ihre Unterstützung gedankt.

Unser Architektenwettbewerb endete am 31. März 2020. Die Prüfung und die Auswertung durchläuft ein 2-stufiges Verfahren. Zuerst erfolgt eine Vorprüfung, in der für jeden eingereichten Entwurf ein Bericht geschrieben wird. Diese Berichte werden der Preisjury zugeleitet, die dann die weitere Beurteilung und Auswahl vornimmt. Wir alle sind gespannt, für welchen Sieger-Entwurf sich die Jury entscheidet. Schon jetzt zeichnen sich sehr gute Lösungen ab. Eine Teilnehmerin schreibt in ihrem Erläuterungsbericht, der zu jedem Entwurf gehört, folgendes:

„ …. Ist ein Wasserbecken (im Innenhof) vorgesehen… dass auch den religiösen Kontext zur Siedlung herstellt, indem es den Himmel in seiner Oberfläche widerspiegelt und diesen somit in das Zentrum der Anlage rückt. Ein poetisches Bild, symbolisch für den Glauben, der eine zentrale Rolle in der Friedensstadt Weißenberg einnimmt.“

Bitte begleitet das Geschehen um den Glauer Hof auch weiterhin mit guten Gedanken und Gebeten, damit das Haus zur Ehre des Meisters in Seinem Sinn fertiggestellt werden darf. Wir sind dringend darauf angewiesen.

Siegfried Sonntag
Geschäftsführer